Leine-Heide-Radweg – Süd

Zum warmradeln nach dem Winter und zur Vorbereitung der großen Fahrradtour im Sommer haben wir uns die südliche Hälfte des Leine-Heide-Radweg ausgesucht. Unsere Erfahrung war, das man sich vorher entscheiden muss, ob man nach Karte fährt oder nach der Ausschilderung. Wir hatten uns zwar eine neue Karte (BVA-ADFC-Radkarte 1:150.000 – Stand 2013) gekauft, aber selbst diese Neuausgabe deckte sich nicht mehr mit der Ausschilderung, da einige Passagen neu angelegt wurden und zudem bei vielen Städten auch Alternativrouten – meist durch die Städte – ausgeschildert werden.
Am Sonntagmorgen starten wir bei herrlichem Wetter in Richtung Hauptbahnhof um mit dem Metronom nach Göttingen zu fahren. Da noch keine richtige Fahrradsaison ist, sind wir fast die einzigen im riesigen Fahrradabteil des Metronom.
Bereits nach einer Stunde sind wir in Göttingen, wo wir dann starten, um über die Berge querfeldein direkt nach Leinefelde/Thüringen zu radeln. Unser Tagesziel lag in Friedland, was wir aber aufgrund unserer überschätzen Form heute nicht mehr schaffen. Die zahlreichen Anstiege fordern rasch ihren Tribut und zudem verfahren wir uns einige Male, teils weil wir die Karte falsch gedeutet haben, teils weil in einem Ort der gesamte Ortskern eine Baustelle war und die Baufirma alle Hinweisschilder abgebaut hatte, sodass wir in Leinefelde nach nur 45 km schon ganz gut geschafft sind. Landschaftlich war es zwar sehr schön, gerade bei dem glücklicherweise sehr guten Wetter, aber wir hatten doch sehr zu kämpfen mit dem vielen auf und ab.Und dann gab es in Leinefelde an den Leinequellen, es sind an die 10 Quellen, noch nicht einmal einen Kaffee oder ein Eis. Keinerlei Gastronomie!!
Also, wieder rauf aufs Rad und den Leine-Heide-Radweg angehen. Von jetzt an geht es fast nur noch bergab, was uns nach den Strapazen vorher sehr entgegenkommt. Nach weiteren 16 Kilometern und einer kurzen Weizen-Pause in einem schönen Biergarten in Wingerrode erreichen wir das Heilbad Heiligenstadt, wo wir eine Bett&Bike-Pension anfahren. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, machen wir noch einen sehr langen Abendspaziergang durch die Stadt.
Am nächsten Morgen machen wir uns, nach einem mäßigem Frühstück, aber wieder bei schönem Wetter auf den Weg in Richtung Norden. Nach den Erfahrungen vom ersten Tag stecken wir uns heute kein Fernziel, um es ruhig angehen zu können.
Der Leine-Heide-Radweg ist aber sehr schön geführt und hier auch nicht mehr anstrengend, sodass wir nach passieren der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Kirchgandern dann nach Friedland kommen, wo es erstmal unsere K&K-Pause gibt. Dann geht es weiter nach Norden, mal entlang der Leine, mal abseits der Leine, aber meist sehr schön durch die Landschaften geführt. Nur im Bereich von Göttingen wirkt der Leine-Heide-Radweg stark vernachlässigt, wahrscheinlich mit Absicht, damit die Radfahrer die Alternativroute durch die Innenstadt nehmen.
Nach Göttingen geht es weiter durch die Landschaft entlang der Leine bis nach Freden. Vor Freden müssen wir noch einmal einen starken Anstieg meistern, was uns nach den vielen Übungen am ersten Tag jedoch problemlos gelingt. In Freden beziehen wir wieder ein Bett&Bike-Hotel, wo wir am nächsten Morgen auch ein anständiges Frühstück bekommen.
Mit einem kleinen Abstecher zu Verwandten, radeln wir den Radweg wieder bei schönstem Wetter über Alfeld bis Gronau, wo direkt am Leine-Heide-Radweg das Bett&Bike-Hotel „Eichsfelder Hof“ liegt, indem wir uns am frühen Nachmittag bereits einquartieren, um noch ein wenig den Ort und die Landschaft zu erkunden und die untergehende Sonne bei einem kühlen alkoholfreien Weizen zu genießen.
Am letzten Morgen starten wir wieder bei schönstem Wetter auf unsere letzte Etappe, die uns von Gronau über Elze, vorbei an der Marienburg, nach Laatzen und zum Maschsee in Hannover führt. Am Maschsee machen wir bei 26 Grad erstmal eine lange Kaffee- und Kuchenpause, bevor wir die letzten 20 Kilometer nach Hause radeln.

© ADFC Region Hannover 2021

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