Tempo 30 kommt nicht voran

In Niedersachsen läuft seit Frühjahr 2020 in wenigen Städten ein Modellversuch 30km/h des Verkehrsministeriums. Auswirkungen auf den Verkehr, die Abgase und die Lärmbelastung sollen untersucht werden. Garbsen ist mit der Havelser Straße dabei. Im ersten Jahr ist eine Bestandsaufnahme vorgesehen.

Die Region Hannover hat darüber hinaus ihre Städte gebeten, sich für einem eigenen Modellversuch zu bewerben. Ziel: Tempo 30 km/h an ausgesuchten Ortsdurchfahrten von Kreisstraßen. Auf 30 – 40 Strecken soll über drei Jahre getestet werden, wie sich diese Maßnahme auf Verkehrssicherheit, Verkehrsfluss und Umwelt auswirkt. Die „Experimentierklausel“ der Straßenverkehrsordnung lässt solche Maßnahmen zu, auch wenn keine Schule oder Kindergarten in der Nähe ist.

Garbsen und Seelze haben sich beworben. Wir begrüßen auch diesen Modellversuch. Gerade in den Ortsdurchfahrten in Garbsen und Seelze fehlt es am notwendigen Platz für Radwege oder geschütze Radstreifen. Als „Notlösung“ bleibt der Schutzstreifen. Dort wird der notwendigen Sicherheitsabstand von mindestens 1,50m zwischen Außenspiegel und Lenkerende von den Kraftfahrzeugführenden oft nicht eingehalten. Eine Verringerung auf Tempo 30 würde die Verkehrssicherheit im Mischverkehr wesentlich erhöhen.
Pressemitteilung der Region Hannover e.V.

In der HAZ war zu lesen: Die 100 gemeldeten Straße sind dem Verkehrsministerium nun nicht geheuer. Die Region will mit dem Land sprechen und detailliert nachbegründen.

© ADFC Region Hannover 2021

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